Home Aktuelles Impressum / Kontakt Links Bücher Übersicht /Inhalt Die Hörzellen Bild 23 Querschnitt durch das Cortiorgan Die Umwandlung des bis hierhin mechanisch geleiteten Schallreizes in einen Sinnesreiz muß nun zusätzlich von den Hörzellen alleine erarbeitet werden. Sie leisten die biologische Arbeit, welche damit verbunden ist, daß ein mechanischer (anorganischer) Reiz auf die Ebene eines elektrophysiologischen (organischen, von uns wahrnehmbaren) Reizes hochgehoben wird (mechano-elektrische Transduktion). Dazu müssen sie aber zuerst noch die mechanischen Schwingeigenschaften der Basilarmembran verstärken. Für ein genaues frequenzspezifisches Hören dürfen, wie gesagt, nur wenige frequenzspezifische Hörzellen exklusiv gereizt werden. Dazu muß der Wellenkamm, auf dem die jeweiligen Hörzellen aufsitzen, extrem scharfkantig sein. Um dies zu ermöglichen, müssen die beteiligten frequenzspezifischen Hörzellen des Cortiorgans bei jedem Hörvorgang die Schwingungen der Basilarmembran zusätzlich verstärken. Dazu müssen sich die Hörzellen bis zu 20.000mal pro Sekunde aus eigener Kraft heraus verkürzen und verlängern. Sie wirken dadurch wie Servomotoren, welche die Wanderwelle hochheben und deren Schwingung am Ort der Reizauslösung bis zu 1.000fach verstärken. Dadurch erheben sich nur jeweils wenige der 25.000 Hörzellen aktiv aus dem Gesamtorgan (Cortiorgan) heraus, um an der Spitze der Schwingung (Wellenkamm) erregt zu werden. Dieser Prozess ist für die beteiligten Hörzellen ein ausgesprochen energie(ATP)verbrauchender zellulärer Arbeitsprozess (www.dr-wilden.de) . Durch diese sogenannte, von den Hörzellen aktiv und unter hohem Energie(ATP)verbrauch erarbeitete cochleäre Verstärkung (Cochlear amplifier) wird die hohe Frequenzselektivität gesunder Hörorgane erreicht. Dies ist eine Voraussetzung für ein gutes Sprachverständnis und Musikhören. Bild 24 Bei jedem Hörvorgang müssen Hörzellen frequenzspezifisch die Schwingung der Basilarmembran aktiv und unter hohem Energie-(ATP) verbrauch bis zu 1000fach verstärken Gleichzeitig muß von den Hörzellen die biologische Arbeit der Reizumwandlung unter schwierigsten mechanischen Bedingungen geleistet werden. Zum einen werden sie wie oben beschrieben bei jedem Schallereignis zusammen mit der Basilarmembran auf der sie aufsitzen und dem gesamten Cortiorgan ständig nach oben und nach unten geschleudert. Zum anderen werden ihre Sinnesfühler (Härchen) ständig mehr oder weniger heftig hin und her bewegt. Bild 25 So werden die Hörzellen bei jedem Hörvorgang mechanisch gestresst Die Sinnesfühler (Härchen) der Hörzelle sind äußerst kunstvolle Membranausstülpungen der Hörzelle und ein Teil des gesamten Zellindividuums. 1. 2. 3. Bild 26 el. mikros. Aufnahme von Hörzellen gezoomt von Bild 1-3 mit besonderer Fokusierung auf die Härchen (millionenfache Vergrößerung) Sie ragen in den endolymphatischen Raum des Endolymphschlauches hinein und stechen dabei mit ihren Spitzen in eine gallertige Zunge, welche wie eine bewegliche Decke über ihnen hängt und ein Teil des gesamten flüssigen und häutigen Schwingsystems ist, welches die Hörschnecke ausfüllt und bei jedem Hörorgan in mehr oder weniger heftige Bewegung gerät. Bild 27 Corti Organ im Querschnitt in Ruhe und in Bewegung Den hochsensiblen Hörzellen werden dabei wie gesagt sowohl die jeweilige Heftigkeit als auch die Häufigkeit und Zeitdauer dieser, durch den Schall erzeugten Bewegungen aufgezwungen. Aber nicht nur dies. Sie müssen dabei gleichzeitig, ob sie es wollen oder nicht, ihre gesamte hochwertige Sinnesarbeit leisten. D.h. sie müssen aus den ihnen aufgezwungenen Bewegungen ihrer Membranfortsätze (Fühler, Härchen) ununterbrochen Nervensignal produzieren. Da wir darüberhinaus eigentlich nie nur einzelne Frequenzen hören, sondern in unser Hörorgan ununterbrochen Geräusche aller Art, also mehr oder weniger alle Frequenzen eindringen, müssen bei jedem! Hörvorgang nahezu immer und nahezu ununterbrochen alle 25000 Hörzellen, also das gesamte Cortiorgan arbeiten. Wenn man bedenkt, wieviele Stunden am Tag wir hören bzw. wie kurz die Zeit ist in der unsere Ohren wirklich Ruhe haben, kann man ermessen welch ungeheueren Belastungen unsere Hörzellen tagtäglich ausgesetzt sind. Gleichzeitig können wir erkennen welch ungeheuere Leistungen sie und das gesamte Hörorgan tagtäglich für uns erarbeiten. Bild 28 Durch Gehörschutz (Ohrstöpsel) wird der Druck des Steigbügels reduziert. Dies bedeutet eine wesentliche Entlastung der Hörzellen und des gesamten Innenohrorgans Will man sein Hörorgan aber wirklich verstehen, auch dann und gerade dann wenn es die ersten Signale seiner biologischen Überforderung meldet oder wenn Sie schon länger oftmals Jahre und Jahrzehnte mit den Symptomen einer mehr oder weniger schweren Innenohrüberforderung leben müssen, ist es notwendig noch ein wenig tiefer in die biologischen Realitäten der Hörzellen einzudringen. www.dasgesundeohr.de Initiative -Die Initiative -Das Problem -Patientenbefragungen Anatomie und Funktion -Anatomischer Aufbau -Bedeutung des Innerohrs -Lymphsystem -Hörorgan -Sinnesorgran -Hörzellen -Gleichgewichtszellen -Sinneszellen -Mechanismen -Belastbarkeit -Notsignale -Die Gleichgewichtszelle -Notsignale der Zelle -Organtechnologie -Regenerationsfähigkeit Audiometrie -Luftleitung -Knochenleitung -Frequenzskala -Lautstärkeskala -Meßinstrumente -Innenohrqualität -Hörkurven Lärmforschung -Methoden -Untersuchungen -Forschung -Selbsttest -Natürliche Regeneration Druck im Ohr -Erste Hilfe -Audiometrie -Otosklerose -Akustikusneurinom Hyperakusis -Erste Hilfe -Hellhörigkeit -Audiometrie -Schwerhörigkeit -Selktive Hyperakusis Dysakusis -Erste Hilfe -Scherhörigkeit -Selektive Dysakusis -Audiometrie Akuter Hörsturz -Erste Hilfe -Audiometrie -Zustand nach Hörsturz Flukturierendes Ohr Tinnitus -Erste Hilfe -Audiometrie Schwindel Morbus Meniere -Erste Hilfe -Audiometrie Schwerhörigkeit -Hörgeräte bei Kindern Hinweise -Begleitsymptome -Praktische Hinweise -Alltagslautstärke -Abbildungen Initiative -Die Initiative -Das Problem -Patientenbefragungen Anatomie und Funktion -Anatomischer Aufbau -Bedeutung des Innerohrs -Lymphsystem -Hörorgan -Sinnesorgran -Hörzellen -Gleichgewichtszellen -Sinneszellen -Mechanismen -Belastbarkeit -Notsignale -Die Gleichgewichtszelle -Notsignale der Zelle -Organtechnologie -Regenerationsfähigkeit Audiometrie -Luftleitung -Knochenleitung -Frequenzskala -Lautstärkeskala -Meßinstrumente -Innenohrqualität -Hörkurven Lärmforschung -Methoden -Untersuchungen -Forschung -Selbsttest -Natürliche Regeneration Druck im Ohr -Erste Hilfe -Audiometrie -Otosklerose -Akustikusneurinom Hyperakusis -Erste Hilfe -Hellhörigkeit -Audiometrie -Schwerhörigkeit -Selktive Hyperakusis Dysakusis -Erste Hilfe -Scherhörigkeit -Selektive Dysakusis -Audiometrie Akuter Hörsturz -Erste Hilfe -Audiometrie -Zustand nach Hörsturz Flukturierendes Ohr Tinnitus -Erste Hilfe -Audiometrie Schwindel Morbus Meniere -Erste Hilfe -Audiometrie Schwerhörigkeit -Hörgeräte bei Kindern Hinweise -Begleitsymptome -Praktische Hinweise -Alltagslautstärke -Abbildungen